SAP hat das Ende des Mainstream Supports für SAP Identity Management auf 2027 verschoben. Für viele Unternehmen ist das eine willkommene Nachricht. Aber wer jetzt aufhört nachzudenken, wird 2026 ziemlich unter Druck geraten.
In diesem Artikel zeigen wir, warum die meisten Projekte an fehlender Vorbereitung scheitern, und was Sie konkret tun sollten.
Warum SAP IDM-Projekte jetzt auf der Agenda stehen
Die meisten Unternehmen kennen ihr SAP IDM ziemlich gut. Es läuft seit Jahren, wurde erweitert, angepasst, irgendwie immer weitergebaut. HR hängt dran. ERP auch. Diverse Sonderlösungen sowieso. Und niemand hat mehr den kompletten Überblick.
Das Problem ist nicht das System. Das Problem ist, dass niemand mehr den kompletten Überblick hat und dass genau das im Projekt teuer wird.
Bei fast jeder Ablöse passiert dasselbe:
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Dinge tauchen auf, die nie dokumentiert wurden
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Logiken, die niemand mehr erklären kann
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Abhängigkeiten, die erst im Projekt sichtbar werden
Was Projekte schon am Anfang schwierig macht
Das Muster ist fast immer gleich: Zuerst wird eine Zielplattform ausgewählt. Oft basierend auf Demos oder Herstellergesprächen. Dann startet das Projekt. Und erst dann beginnt die eigentliche Analyse.
Genau an diesem Punkt wird es schwierig.
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Die Plattform passt nicht sauber zur bestehenden Landschaft
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Die IT hat nicht genug Kapazität für Migration und Betrieb
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Anforderungen wurden zu optimistisch eingeschätzt
Das Projekt läuft weiter, klar. Aber es wird zäh, teuer und unnötig kompliziert. Der Fehler passiert ganz am Anfang. In der Praxis bedeutet das: Projekte dauern deutlich länger als erwartet, Budgets werden nachträglich angepasst, interne Teams sind monatelang gebunden.
Erst verstehen, dann entscheiden
Bevor man über Tools spricht, sollten drei Kernfragen geklärt sein:
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Was läuft wirklich über SAP IDM
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Welche Anforderungen müssen erfüllt werden (z. B. NIS2, DORA, interne Audits)?
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Was können wir realistisch betreiben, intern und extern?
Wenn das sauber beantwortet ist, ergibt ein Plattformvergleich überhaupt erst Sinn. Eine saubere Voranalyse dauert vier bis sechs Wochen, das ist genau der Teil, der später Zeit, Geld und Nerven spart.
Die Plattform ist also nicht der Startpunkt
Ob One Identity, Entra ID oder etwas anderes: Die Tools sind selten das Problem. Was passt, hängt immer vom Kontext ab, von der Landschaft, vom Team, von den Anforderungen. Wer mit der Tool-Frage einsteigt, überspringt den wichtigsten Teil.
Was jetzt sinnvoll ist
Am Anfang geht es nicht um die perfekte Strategie, denn es geht darum, die eigene Situation sauber zu verstehen:
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Was läuft heute wirklich?
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Was davon ist kritisch?
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Was können wir langfristig betreiben?
Das bringt Sie weiter als jede Strategie auf dem Papier.
Key Takeaways
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Frühzeitig beginnen
Migrationen dauern oft mehr als 12 Monate. Wer 2026 nicht plant, gerät unter Druck. -
Analyse vor Tool-Auswahl
Erst verstehen was läuft, dann entscheiden welche Plattform passt. -
Ressourcen realistisch einschätzen
Erfahrene Berater sind jetzt schon gefragt. Früh anfangen lohnt sich. -
Compliance mitdenken
NIS2, DORA und interne Audit-Anforderungen müssen von Anfang an in die Planung.
Schon über diese Punkte nachgedacht?
Mehr dazu im Gespräch
Wenn Sie gerade an dem Punkt stehen, macht es Sinn, genau hier anzusetzen.
Sie nutzen SAP IDM und wissen noch nicht, wohin die Reise gehen soll?
Wir schauen uns bestehende Umgebungen regelmäßig im Detail an und arbeiten heraus, was tatsächlich vorhanden ist und was das für eine Migration bedeutet.