Mit der Einführung des neuen Angular-basierten Portals verändert sich die Benutzeroberfläche des One Identity Managers grundlegend.

In der Praxis zeigt sich hier schnell: Der Umstieg auf das neue One Identity Angular Portal betrifft weit mehr als nur das Frontend.

Wird der Portalwechsel zu spät analysiert, stellt sich schnell heraus, dass der tatsächliche Aufwand oft erst während der Migration sichtbar wird. Besonders in Umgebungen mit vielen bestehenden Anpassungen entsteht dann Zeitdruck, der sich vermeiden lässt.

One Identity Versionen und das Ende des Web Designer Portals

Mit den neueren Versionen des One Identity Managers verändert sich auch die Portalstrategie der Plattform. Das bisherige Web Designer Portal wird schrittweise durch das Angular-basierte Portal ersetzt.

Besonders relevant wird dies mit Version 9.3, in der das Angular Portal zur zentralen Benutzeroberfläche wird. Organisationen, die noch stark auf das bisherige Webportal setzen, sollten daher frühzeitig prüfen, welche Anpassungen und Erweiterungen im neuen One Identity Angular Portal berücksichtigt werden müssen.

Gerade Umgebungen mit vielen individuellen Web Designer Erweiterungen stehen häufig vor der Aufgabe, bestehende Portal-Komponenten zu analysieren und teilweise neu umzusetzen, oft mehr Aufwand als zunächst erwartet.

Warum das Angular Portal eingeführt wurde

Das neue One Identity Angular Portal ersetzt das bisherige Webportal als strategische Oberfläche für One Identity Manager.

Mit der Einführung des Angular-basierten Frontends verfolgt One Identity das Ziel, die Benutzeroberfläche technisch zu modernisieren und langfristig besser wartbar zu machen. Die neue Architektur basiert auf aktuellen Webtechnologien und ermöglicht eine bessere Performance, eine klarere Benutzerführung sowie eine flexiblere Weiterentwicklung der Plattform.

Gleichzeitig bedeutet der Wechsel zum neuen One Identity Angular Portal, dass viele bestehende Anpassungen nicht automatisch übernommen werden können. Organisationen mit individuell erweiterten Portaloberflächen oder angepassten Workflows müssen prüfen, welche Erweiterungen weiterhin funktionieren und welche im Zuge der Migration angepasst oder neu umgesetzt werden müssen.

Typische Herausforderungen bei der Angular Migration

In vielen Umgebungen sind bestehende Anpassungen, Self-Service-Prozesse und Governance-Workflows eng mit der bisherigen Portalstruktur verbunden. Bei der Migration treten deshalb häufig mehrere typische Herausforderungen auf.

  • Self-Service und Servicekataloge
    Servicekataloge, Genehmigungen und Attestierungen sind häufig eng mit der Struktur des bisherigen Webportals verbunden. Beim Wechsel zum Angular Portal müssen diese Prozesse daher sorgfältig überprüft werden.
    Insbesondere Organisationen mit umfangreichen Self-Service-Angeboten müssen prüfen, ob bestehende Konfigurationen weiterhin funktionieren oder neu modelliert werden müssen.
  • Individuelle Portal-Anpassungen
    Viele Organisationen haben ihr Webportal über Jahre erweitert, beispielsweise durch zusätzliche UI-Komponenten, eigene Formulare oder angepasste Workflows.
    Da das Angular Portal auf einer neuen Architektur basiert, können solche Erweiterungen häufig nicht ohne Anpassungen übernommen werden und müssen teilweise neu umgesetzt werden.
  • Nutzererlebnis für Fachbereiche
    Für Fachanwender ist das Portal oft der zentrale Einstiegspunkt in Identity- und Access-Management-Prozesse. Änderungen an Navigation, Struktur oder Formularen wirken sich direkt auf Nutzung und Akzeptanz aus. Ein erfolgreicher Portalwechsel berücksichtigt deshalb nicht nur technische Aspekte, sondern auch das Nutzererlebnis für Fachbereiche.
  • Governance und Compliance
    Genehmigungsprozesse, Attestierungen und Audit-Nachweise müssen auch nach der Migration lückenlos funktionieren. Organisationen, die regulatorischen Anforderungen wie NIS2 oder ISO 27001 unterliegen, sollten frühzeitig prüfen, ob bestehende Governance-Workflows im neuen Portal korrekt abgebildet werden können. Eine unvorbereitete Migration kann hier kurzfristig Compliance-Lücken erzeugen, die sich im nächsten Audit bemerkbar machen.

Welche Auswirkungen diese Punkte konkret haben, hängt stark von der individuellen Portal-Konfiguration und den bestehenden Erweiterungen ab. Eine strukturierte Analyse der bestehenden Umgebung hilft dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und den Wechsel planbar vorzubereiten.

Technische Auswirkungen des Angular Portal Wechsels

Der Wechsel zum Angular Portal betrifft mehrere technische Ebenen der One Identity Manager Umgebung. Insbesondere Organisationen mit umfangreichen Anpassungen im bisherigen Web Designer Portal müssen prüfen, wie diese Erweiterungen in der neuen Architektur umgesetzt werden können.

Typische technische Auswirkungen betreffen unter anderem:

  • bestehende Web Designer Erweiterungen

  • individuelle Portal-Komponenten und UI-Anpassungen

  • Self-Service Konfigurationen und Servicekataloge

  • Integration mit API Server und Backend Services

  • Anpassungen an Deployment- und Update-Prozessen

Viele Anpassungen müssen nicht nur migriert, sondern teilweise neu implementiert werden, da das Angular Portal auf einer grundlegend anderen Architektur basiert.

Warum ein frühzeitiger Blick auf die eigene Umgebung sinnvoll ist

Viele Organisationen beginnen die Migration erst dann zu analysieren, wenn konkrete Probleme auftreten. Das ist verständlich, denn solange das bisherige Portal funktioniert, besteht kein offensichtlicher Handlungsdruck. In der Praxis zeigt sich jedoch: Je später die bestehende Umgebung analysiert wird, desto weniger planbar wird der Wechsel.

Identity-Team hat die Angular Portal Migration bereits erfolgreich begleitet. Ein wiederkehrendes Muster dabei: Der Aufwand für individuelle Anpassungen wird zunächst unterschätzt, da viele davon im Tagesgeschäft nicht mehr dokumentiert oder bekannt sind.

Typische Analysepunkte:

  • bestehende Portal-Anpassungen und ihre Abhängigkeiten
  • Bewertung von Self-Service-Prozessen auf Migrationsfähigkeit
  • UX-Impact auf Fachbereiche
  • Überprüfung der Governance-Workflows
  • Migrations-Roadmap mit realistischer Priorisierung

Auf dieser Basis lässt sich der Wechsel zum One Identity Angular Portal realistisch planen, von der Priorisierung einzelner Anpassungen bis hin zur schrittweisen Migration von Self-Service-Prozessen und Governance-Workflows.

Fazit

Der Wechsel zum One Identity Angular Portal ist ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der Plattform. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass die Migration deutlich mehr umfasst als eine reine Oberflächenänderung.

Bestehende Anpassungen, Self-Service-Prozesse und Governance-Workflows müssen häufig überprüft und teilweise neu umgesetzt werden. Organisationen, die den Wechsel frühzeitig und strukturiert angehen, können Risiken reduzieren und den Übergang deutlich effizienter gestalten.

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